Angriff auf die Identität des Fachbereichs

Das Sprachrohr, Mitgliederzeitung des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie Berlin-Brandenburg, beschäftigt sich in der Dezember-Ausgabe mit den Druckertagen und der Schließung von Hörste. Von „mühsam gezügelter Wurt“ ist die Rede, von einem „Angriff auf die Identität des Fachbereichs“. Nachvollziehbar wird das auch, wenn man an die Vereinbarung denkt, dass jede Quellgewerkschaft von ver.di mindestens ein eigenes Bildungszentrum behalten sollte. Die ehemalige Gewerkschaft Druck und Papier hat nun keins mehr. Dabei hätten andere Fachbereiche grade in Hörste lernen können, wie eine kleine, aber schlagkräftige Gewerkschaft (nun als Fachbereich 8) flexibel Tarifauseinandersetzungen meistert, schlaue Taktiken des flexiblen Tarifkampfs einsetzt. Ganz abseits von teuren, aber manchmal wirkungslosen Flächenstreiks. Und mit Strategien, die die Mitglieder nicht  im Regen (und auf den Bäumen) zurücklassen.

Sprachrohr VDP

 

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9 Gedanken zu „Angriff auf die Identität des Fachbereichs

  1. Meine Wut ist auch in keiner Weise gezügelt und ich kann mich heute nur ärgern, daß wir so betrogen und belogen worden sind.
    Ich hätte damals nicht auf die Gewerkschaft sondern auf die Alten im Betrieb hören sollen als es um die Vereinnahmung unserer Druck und Papier ging und daß ich mich vehement dafür eingesetzt habe, das verzeihe ich mir nie. Hermann Cebulla

    Ehem. Betriebsratvositzender der Velagsdruckerei C.Th.Kartenberg !
    55 Jahre Mitglied der Gewerkschaft

  2. Die Schließung des Hauses ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich die Gewerkschaften aus der Fläche zurückziehen wollen. Das ist aber ein großer Fehler, wenn ich meinen Gewerkschaftssekretär anrufen will und ich lande in der Warteschlage irgendwo im CallCenter, dann ist doch wirklich alles zu spät. Das ist dann nicht mehr die Gewerkschaft, die ich bisher erlebt habe und die ich mir auch für die Zukunft wünsche.

  3. Jedes Mitglied hat das Recht seine Meinung in allen gewerkschaftlichen Angelegenheiten frei zu äußern. So steht es in der ver.di-Satung in § 10.

    In der ver.di-Bundesverwaltung wurde eine sogenannte „Redaktion“ des Mitgliedernetzes gebildet, die den § 10 der Satzung außer Kraft setzt. Leiterin der „Redaktion des Mitgliedernetzes“ ist Administratorin Frau Barbara Hackenjos. Sie löscht Beiträge von Nutzern des ver.di-Mitgliedernetzes nach der sogenannten Schmerzgrenzenregelung der Nutzungsbedingungen. Wenn die Schmerzgrenze von Frau Hackenjos überschritten ist, so löscht sie den Beitrag des Nutzers. Der Nutzer hat daher keine Möglichkeit des Widerspruches. Der Nutzer ist der Zensur und Willkür der „Redaktion“ ausgeliefert. Die „Redaktion“ ist eine richtige Dienststelle der ver.di-Bundesverwaltung. Willkür und Zensur durch die „Redaktion“ geht sogar noch einen Schritt weiter. Administratorin Frau Barbara Hackenjos sperrt auch Nutzern des Mitgliedernetzes den Zugang zum Mitgliedernetz! Die Zensoren haben daher auch gleichzeitig die Funktion der Polizei (Exekutive)! Sie bilden sich sogar ein Mitglieder (!) und nicht nur die Nutzer des Mitgliedernetzes sperren zu können. Es besteht keine Gewaltenteilung (!) und keine Kontrolle und keine Transparenz dieser ver.di-Zensur- und Sperrungsbehörde! Weiterhin erfogt durch die „Redaktion“ offensichtlich auch eine Informationsweitergabe an die ver.di-Fachbereiche und Bezirke über die konkreten Mitglieder und ihre im Mitgliedernetz dargelegten Meinungen. Ein ver.di-Mitglied hat das berichtet. Damit hat die „Redaktion“ auch die Funktion eines Dienstes.
    Die „Redaktion“ betrachtet die Mitglieder als Gäste in ihrem (!) Netz.
    Es ist nicht das Netz der Mitglieder.
    Mein Nutzungszugang zum sogenannten ver.di-Mitgliedernetz wurde durch die Administratorin Frau Barbara Hackenjos gesperrt.
    Über 100 posts im Mitgliedernetz haben inzwischen meine Freischaltung eingefordert.

    • War es nicht so, dass die Mitglieder im Mitgliedernetz Transparenz gefordert hatten. Und wenn die sogenannte „Mitgliederredaktion“, die ja eigentlich nur eine Moderation, also eine Hilfestellung, geben sollte, sich darüber erhebt die Beiträge der Mitglieder zu bewerten.
      Wenn KEINE transparente und schlüssigen Gründe angegeben werden können, dürfen Mitglieder nicht gesperrt werden. Deshalb fordern Mitglieder, die Aufhebung der Zugangssperre ins Mitgliedernetz, die unter anderem auch eine Zugangssperre zum Informationsportal der Organisation beinhaltet.

  4. Der ver.di-Zensur- und Sperrdienst ist immer stärker gefordert.

    Am 01.07.2016 wurden durch den ver.di- Zensur- und Sperrdienst des ver.di-Mitgliedernetzes über 100 (in Worten: einhundert) kritische Themenbeiträge (posts) im sogenannten Mitgliedernetz gelöscht. Die betroffenen Mitglieder wurden nicht über die Löschung ihrer Themenbeiträge informiert. Darüber hinaus erfolgten erneut Zugangs-Sperrungen von kritischen Nutzern zum sogenannten Mitgliedernetz.

    Der § 10 der Satzung:
    Jedes Mitglied hat das Recht, seine Meinung in allen gewerkschaftlichen Angelegenheiten frei zu äußern.

    Textkonserve der Sperrungen:
    Lieber Kollege/ Kollegin XY,

    du bist offensichtlich nicht gewillt, die Netiquette zu akzeptieren, daher sperren wir ab sofort deinen Zugang zum Mitgliedernetz.

    Wenn du dich darüber beschweren möchtest, kannst du dich an den Kontroll- und Beschwerdeausschuss wenden. Der Weg ist dir bekannt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Mitgliedernetzredaktion
    (Anmerkung: Kein Name!)

    ver.di-Bundesverwaltung
    Ressort 1, Zentralredaktion
    Mitgliedernetzredaktion / Social Media
    Paula Thiede Ufer 10
    10179 Berlin

    Der „Weg über den Kontroll- und Beschwerdeausschuss“ ist dem betroffenem Mitglied nicht (!) bekannt, da es noch nie eine Beschwerde eingereicht hat. Weiterhin kann der gesperrte Nutzer sich nun auch nicht mehr im Mitgliedernetz über den „Weg zum Kontroll- und Beschwerdeausschuss informieren, da er gesperrt ist. Noch schlimmer ist jedoch, dass die Geschäfts- und Verfahrensordnung des Kontroll- und Beschwerdeausschusses bisher nie an Mitglieder gegeben wurde! Es kann daher nichts „bekannt“ sein.
    Selbst ein Beschwerdemanagement gibt es nicht in der ver.di-Verwaltung. Die Aufstellung eines Beschwerdemanagement wurde bisher auf a l l e n ver.di-Kongressen von der Bundesverwaltung (s. Protokolle der Bundeskongresse) eingefordert. Die Bundesverwaltung ist jedoch diesbezüglich konsequent untätig.
    Zuständig ist Rs 2 der Bundesverwaltung (Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende).
    .

  5. Neu ! Jetzt grenzenlos !

    Aus den neuen Nutzungsbedingungen (seit 06.07.2016) des sogenannten ver.di-Mitgliedernetzes wurde der Satz: „Ein Team von Administrator/-innen kümmert sich redaktionell um das Mitgliedernetz und entscheidet, wann ein Beitrag die Schmerzgrenze im Sinne der Netiquette überschreitet.“ entfernt.
    Jetzt muss der Administrator bei Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Sperrung von Nutzern nicht mehr auf die Schmerzgrenze achten.
    Endlich hat sich (!) die Administration die Schmerzgrenze abgeschafft.
    Endlich keine Schmerzen (beim Administrator) mehr.

    • Neue Mitteilung der Administration der ver.di-Bundesverwaltung zur Sperrung von Themenbeiträgen.
      Anmerkung: Kollege W. hat lediglich gefragt, warum sein eigener Beitrag denn gesperrt wurde und er hat die Sperrung seines Betrages als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen des Mitgliedernetzes gemeldet. Er hat daher nichts unterstellt!

      Mitteilung:
      Hallo W.,
      >
      > danke für Deinen Kommentar, der uns über das Mitgliedernetz-Forum
      > erreichte. Es ist bedauerlich, dass Du unsere
      > Arbeit nicht respektierst und uns negative Absichten unterstellst. Wende
      > Dich mit Deiner Beschwerde am besten an
      > den ver.di-Kontroll- und Beschwerdeausschuss. Vielen Dank.
      >
      > Mit kollegialen Grüßen
      >
      > Die Mitgliedernetzredaktion
      > ver.di-Bundesverwaltung
      > Ressort 1, Zentralredaktion
      > Paula-Thiede-Ufer 10
      > 10179 Berlin

      • Hallo Zusammen,
        stelle fest, dass die Mitgliederredaktion oft von Unterstellungen schreibt. Habe den Eindruck, dass die Menschen, die dahinter stehen für mich (mein subjektiver Eindruck) scheinbar nicht belastbar sind.

        Kann man die Meldung/Frage als Zitat lesen, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, ob man im Entferntesten eine Unterstellung daraus machen könnte.

        Ich schätze es gabe sicherlich nur einen Hinweis auf die „Neti“.

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