Fachbereiche im Bezirk Rhein-Neckar machen sich für Hörste stark

Bundesweiter Kita-Streik – (fast) versemmelt, bundesweiter Zusteller-Streik bei der Post – versemmelt. Viele Verdi-Mitglieder sind sauer. Manche überlegen ihren Austritt. Sie werden von ihren KollegInnen gewarnt, dass Austritte lediglich die Sache der ArbeitnehmerInnen schwäche und die Arbeitgeber stärke. Das kann aber auch bedeuten: Die Mitglieder von Verdi bleiben in ihrer Gewerkschaft – egal, was Bundesvorstand und Gewerkschaftsrat so anstellen. Der Poststreik, so wird kolportiert, habe zweistellige Millionenbeträge gekostet. Und erkennbar kaum etwas gebracht.

Aber zwei Millionen Euro in eine Bildungsstätte (also in die Zukunft der Gewerkschaft und ihrer Mitglieder) zu investieren, die sträflich vernachlässigt wurde, die soll es nicht geben. Dem Verein der Freunde und Förder der Bildungsstätte Lage-Hörste soll nicht einmal Zeit gegeben werden, sein Konzept umzusetzen. Es geht nicht darum, Hörste und Streiks gegeneinander auszuspielen. Aber ohne solide und breit angelegte gewerkschaftspolitische Bildung, ohne ein Konzept dazu und ohne gewerkschaftliche Bildungsstätten wird es mit Streiks künftig schwieriger werden.

Auch die Fachbereichsvorstände 08 und 05 im Bezirk Rhein-Neckar halten eine Schließung des Heinrich-Hansen-Hauses für falsch. Sie fordern, die Bildungsstätte bis mindestens Juni 2017 weiterzubetreiben. Damit hätte der Verein der Freunde und Förder die notwendige Zeit, sein Konzept umzusetzen. „Gerade das Heinrich-Hansen-Haus in Lage-Hörste als ver.di-Bildungsstätte ist Symbol für Eigeninitiative und kollektives gewerkschaftliches Engagement.“

Resolution_FB 08-05 Rhein-Neckar 20-07-15

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