Flüchtlinge kommen – Brandschutz kein Thema

Flüchtlinge werden wohl im kommenden Jahr im Heinrich-Hansen-Haus untergebracht. Nach Besichtigungen und Gesprächen zwischen ver.di und amtlichen Stellen dürfte dem Verkauf von Immobilie und Gelände kaum noch etwas im Wege stehen. Wie aus „gut unterrichteten Kreisen“ zu erfahren war, haben die Behörden außerdem keinerlei Probleme mit den jetzigen Sicherheitsstandards im Gebäudekomplex. Wir ahnten es. Ein Umbau oder eine „Verbesserung“ des Brandschutzes über den gegenwärtigen Zustand hinaus ist demzufolge nicht erforderlich. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass die von ver.di behaupteten unbedingt zum Weiterbetrieb erforderlichen  drei oder vier Millionen Euro für den Brandschutz eine Luftnummer sind und lediglich ein Vorwand für die Schließung der traditionsreichen Bildungsstätte.

Es werden dann offenbar im kommenden Jahr in einer „maroden Bruchbude“ (Mitglied des ver.di-Gewerkschaftsrates) Menschen untergebracht und dort vielleicht Menschen arbeiten, was „einfach aus gesundheitlicher Sicht nicht mehr tragbar“ ist (weiteres Mitglied des Gewerkschaftsrates beim Bundeskongress im September).

In Kürze ist damit zu rechnen, dass in ver.di wg. „politischer Korrektheit“ nicht mehr über die Schließung von Hörste und die Zukunft gewerkschaftspolitischer Bildung diskutiert werden soll, weil Bildung nicht gegen menschliche Not ausgespielt werden darf.

Teile das mit Freunden:Email this to someoneShare on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+

6 Gedanken zu „Flüchtlinge kommen – Brandschutz kein Thema

  1. Sehe ich das richtig: Niemand von uns hat die angebliche Brandschutzauflage und deren Folgen hinterfragt? Oder wurde die wegen der Unterbringungsproblematik mal einfach so wieder außer Kraft gesetzt? Ich möchte meine Spende für den Erhalt der Einrichtung gern für die Finanzierung dieser Recherche und deren Veröffentlichung einsetzen. Es geht nicht darum, Flüchtlinge gegen Seminare in L-H auszuspielen, aber wir sollten uns Klarheit verschaffen! Ist die Brandschutzauflage außer Kraft gesetzt worden, muss Ver.di dagegen klagen. Hat uns die Gewerkschaft verschaukelt, muss auch das Konsequenzen haben. Im schlechtesten Fall ein paar Mitglieder weniger!!!

  2. Liebe Kolleginnen und Kollegen. wenn eure mail so stimmen sollte, wäre eine dringende Anfrage an die zuständige Bezirksregierung unerlässlich. Keine einzigen Flüchtlinge – nicht einmal vorübergehend – dürfen in Häusern untergebracht wrden, die brandschutzgefährdet sind. Es ist aber möglich, dass der Käufer dieses haus brandschutzsicher machen wird. dennoch, wenn ver.di ihre Bildungsarbeit weiter auf#s Spiel setzt, werden die Kolleginnen und Kollegen in immer härter werdenden zeiten sich abwenden. Warum sollen sie noch beiträge zahlen, wenn sie dennoch die Bildungs- und Beratungsarbeit mit freien Trägern regeln müssen? Ich wünsche euch viel kraft in der Auseinandersetzung.
    solidarische Grüße Karin Gerlich

  3. Liebe Kolleg*innen, liebe Kollegen,
    die Frage ist nicht, ob der Brandschutz vom neuen Käufer, nachträglich billiger eingebaut wird, sondern, wer erhält den Verkaufspreis für dieses Heinrich-Hansen-Haus jetzt gut geschrieben. Der Verkaufswert dürfte mit Grundstück gut 5 – 6 Millionen Euro wert sein. Was passiert nun mit diesem Geld? Wird der Verkaufspreis dem Fachbereich 8 – MEDIEN gutgeschrieben oder landet dieser Betrag in der großen Streikkasse für KITAS und ÖFFENTLICHER DIENST.
    Dieses Haus wurde von Mitgliedern der alten Druck + Papier gebaut und mit unseren Beiträgen immer wieder vergrößert – jetzt durch den Beschluss des Gewerkschaftsrates dieses alte „marode“ Bildungszentrum zu schließen wird das letzte Seminarhaus der IG MEDIEN für immer geschlossen.
    Dieses Haus gehört nicht VERDI sondern dem Fachbereich MEDIEN.
    Setzt bitte alles in Gang damit wenigstens nicht auch noch der Verkaufspreis
    uns verloren geht.
    Mit netten Grüßen
    Aloyse Blasius
    1. Vorsitzender des ESSENER DRUCKERVEREIN

  4. Es gab eine Vereinbarung nach der Gründung von ver.di, dass jede Quellgewerkschaft wenigstens ein eigenes Bildungszentrum behalten darf. Aber auch diese Vereinbarung ist wohl „erledigt durch Praxis Zeitablauf“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.